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Test Chopper

Harley Night Train 1700 V2

Die Night Train ist eines der schlankeren und "leichteren" Modelle von Harley Davidson. Darum kann sie auch auf kurvigen Bergstrassen einigermassen wendig bewegt werden. Der Motor ist schwarz lackiert, nur die Gabelholme und die Endschalldämpfer sind verchromt, das gibt dem Motorrad den Stil "Dragbike". Der Motor ist der grosse Dampfhammer im Harley-Sortiment und treibt verschiedene Modelle an. Die unten erwähnten technischen Daten stammen vom ähnlichen Modell "Softtail Slim", die Night Train wird nicht mehr produziert.

Technische Daten/Messwerte
Zweizylinder-V-Motor, 1690 ccm, Einspritzung und Katalysator, Vierventiler, 75 PS bei 5000/Min., max. Drehmoment 130 Nm bei 3000/Min, Federweg v/h 13/11 cm, Leergewicht 320 kg, 5-Gang-Getriebe, Sitzhöhe 66 cm.
0-100 Km/h in 5.7 sec., 60-100 im 5. Gang 5.3 sec., Vmax 182 Km/h.
Verbrauch Landstrasse ca. 5.3-6.0 L/100 Km. Daraus resultiert dank 19-L-Tank eine Reichweite von gut 300 Km. Abgasnorm Modell 2008: Euro-3.
Fahreindrücke
Der Motor hat ab 1400 bis gegen 5000/Min. eine starke Beschleunigung. Allerdings wird der typische Harleyfahrer bereits etwa bei 2300/Min den nächsthöheren Gang einlegen - Cruisen! Der subjektive Eindruck des schnellen Vorwärtsdrangs wird durch das ausgeprägte Bollern des Motors noch verstärkt. Eine Harley muss "donnern". Die Vibrationen werden durch 2 Ausgleichswellen wirksam unterdückt, der Fahrer wird also nicht (mehr) gross durchgeschüttelt. Die Federung ist leidlich gut, und die Eigenmasse verhindert ohnehin, dass das Trumm auf kleine Unebenheiten reagiert. Das Motto: Zügig gefahren ist 'gut gefedert'.
Aufgrund des günstigen Verhältnisses Leistung zu Gewicht kann die Night Train am Berg echt schnell sein. Einfach vor engen Kehren muss die ansehnliche Masse frühzeitig abgebremst werden, damit das passende Einlenken auf den gegebenen Kurvenradius reibungslos geht. Die Bremsen werden ihrer Aufgabe voll gerecht.
Die Sattelhöhe ist angenehm, und der Sitzkomfort gut. Mangels Scheibe wirkt natürlich der Winddruck voll auf den Oberkörper des Fahrers. Es empfiehlt sich, entsprechend warme und winddichte Kleidung zu tragen. Kleine Kunststoffkoffer können als Zubehör montiert werden.

Fazit: Bärige Reisemaschine mit erstaunlich grosser Schräglagenfreiheit und mittelmässiger Handlichkeit, für harte Jungs auch zu weiteren, mehrtägigen Reisen geeignet. Wetterschutz minimal.
Test Chopper

Yamaha XVS 1100 Dragstar

Die Dragstar löste vor einigen Jahren den Virago-1100-Chopper ab. Sie hat ebenfalls einen V2 und Kardanantrieb, doch sie baut wesentlich flacher, und der Sound wurde leiser.

Technische Daten/Messwerte
Zweizylinder-V2-Motor, Hubraum 1063 ccm, Luftkühlung, Vergaser,
62 PS bei 5750/Min, max. Drehmoment 85 Nm bei 2500/Min,
Leergewicht vollgetankt 275 Kg, Sitzhöhe 66 cm, 5-Gang-Getriebe.
Federweg v/h 14/11 cm.
0-100 Km/h in 5.8 sec., 50-120 Km/h in 10.5 sec., Vmax 165 Km/h.
Verbrauch 6.4 L/100 km. Tankinhalt 17 L. Abgas: Euro1.

Fahreindrücke
Die Yamaha ist ziemlich komfortabel gefedert; bei starken Bodenwellen kann das Heck schon mal durchschlagen. Die niedrige Sitzposition und der flach bauende Lenker geben einem das Gefühl, auf einen kleinen Maschine zu sitzen. Doch beim Lenken und Bremsen merkt man die 275 kg schon. Die Beschleunigung ist aus niedrigen Drehzahlen möglich, haut einen aber nicht gerade vom Stuhl. Für eine 1100er hat sie mit 85 Nm ein eher bescheidenes Drehmoment, was sich aber im normalen Verkehrsfluss nicht hinderlich auswirkt. Die Bremsen arbeiten sehr wirkungsvoll, und die Laufstabilität ist hoch. Der Sound ist sehr gut gedämpft.

Fazit: Für die Grösse ziemlich handliche Maschine mit ausgereifter Technik zum lässigen Cruisen. Punkto Treibstoffverbrauch und Abgasreinigung nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Ordentliche Fahrleistungen, sehr gute Bremsen.
Test Chopper

Kawasaki VN 1500

Als ich diese VN fuhr, kurz vor 2000, war sie das hubraumstärkste Modell von Kawasaki und überhaupt ein "massloses" Motorrad der Superlative; VN bedeutet Vulcan! Dementsprechend eruptiv ist ihr Charakter... Zwei Zylinder mit 1500 ccm Hubraum ergeben bei richtiger Beatmung und Benzineinspritzung eine Beschleunigungswucht, wie sie damals selten war. Gefühl: King of the road!
Heute sind Motoren dieser Grössenordnung völlig normal.
Die VN1500 wäre eigentlich für grobe Vibrationen prädestiniert, doch dank Ausgleichswelle und grossdimensionierten Gummilagern gibt der Motor nur in bescheidenem Mass Vibrationen an den Rahmen weiter.
Die VN fährt serienmässig mit bildschönen Speichenrädern vor.

Technische Daten/Messwerte
Zweizylinder-V-Motor, Hubraum 1470 ccm, Einspritzung, 4 Ventile pro Zylinder, Digitalzündung, 4-Gang-Getriebe (!).
61 PS bei 4700/Min, max. Drehmoment 113 Nm bei 2800/Min.
Leergewicht vollgetankt 337 Kg, Sitzhöhe 72 cm
0-100 Km/h in ca. 5.6 sec., 60-120 in 11.4 sec., Vmax 160 Km/h.
Verbrauch ca 5.5 - 8.0 L/100 km, Tankinhalt 19 L.

Fahreindrücke
Der Motor dreht ab ca. 1000/Min (geschätzt, da kein Drehzahlmesser vorhanden) sehr gut hoch und bollert dabei recht verhalten. Die Sitzposition gefällt, der Sattel ist gross und gut gepolstert. Die Federelemente arbeiten ordentlich, können aber bisweilen bei Bodenwellen mittlerer Länge ein Aufschaukeln nicht ganz verhindern (unterdämpft). Das Motorrad ist auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil auf Kurs. Auf kurvigen Strassen, wie sie im Tessin oft vorkommen, sollte man allerdings das Tempo mässigen, sonst kratzt das Trittbrett dauernd auf dem Asphalt. Hier ist der Chopper das pure Gegenteil zu einer Enduro.
Erstaunlich ist dagegen, wie souverän die Vulcan auf geraden Strassen Berge erklimmt: Dreht man im 4. Gang bei 60 km/h den Gashahn auf, zieht sie mit Vehemenz vorwärts. Es scheint, als ob man bei jedem Verbrennungstakt 3 km/h schneller würde. Der Kardan-Antrieb setzt dabei gewaltige Kräfte um.

Fazit: Grosse Reisemaschine mit gutem Komfort, guter Stabilität, viel Dampf, besonders geeignet für weiträumige Kurven, gerade Strassen und weit entfernte Horizonte.
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